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ARTE

25.03.2003, n-tv, Taubenstraße 1, Berlin-Mitte1, 16:05

"Die Wahrheit liegt wo man will"




Video: Die Macht der Bilder


Sie fürchten die Routine.
Bisher war es ein Krieg ohne Bilder für mich. Keineswegs beabsichtigt, aber kurz bevor der Krieg begann, stellte Berlin auf digitales Fernsehen um, mein Fernseher zeigte nur noch Rauschen, also nichts. Habe also gar nicht n-tv gesehen, bevor ich den Sender besuche.

Hätte die Redakteure gerne gefragt, wie es ist, NUR NOCH über den Krieg zu berichten. Aber ich soll nicht. Sagt der Pressesprecher. Soll sie lieber arbeiten lassen.

Gut, wir wollen nichts fragen, sondern nur gucken und ein bisschen mithören:

Da ist die Kollegin, die sich mit einem anderen zofft, weil er jetzt auch Sandsturm macht. Oder zu wenig Sandsturm. Oder den falschen.

Da ist der Kollege der ins Telefon sagt: "Gut, ich mein, ich bin ja auch kein schlauer Fuchs in dieser Sache, aberů"

Da ist der Kollege, der einen offenbar lästigen Anrufer in der Leitung hat, schreibender Journalist, der ihn überzeugen will, auch mal einen arabischen Experten zu Wort kommen zu lassen, und der Kollege sagt: "Die Wahrheit liegt, wo man will."

Ach so: Nachher sagt der Pressesprecher noch, was die Journalisten, denken: Sie sind alle Profis, kennen das, den ganzen Tag ein Thema machen, war ja beim Hochwasser zum Beispiel auch nicht anders, und von Kollegen, die sagen, he, ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN, habe er noch nie gehört. Gut.

Am Abend habe ich mir dann wirklich eine Box gekauft, 169 Euro 90, viel zu teuer für ein vielleicht 300 Gramm schweres Kästchen mit wenig Technik, wie ich finde. Habe dann natürlich gleich n-tv geschaut. Um neun kam ein Bericht über amerikanische Piloten: "Sie fürchten die Routine. Sie ist ihr größter Feind." Könnte man das vielleicht auch über Nachrichtenjournalisten sagen?

Ach so: Gefilmt habe ich auch. Können Sie anschauen. Aber Sie wissen sicher: Lassen Sie sich nicht blenden von der MACHT DER BILDER.