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ARTE

27.03.2003, Place de l'Etoile, Paris, 18:30

Der Alltag des unbekannten Soldaten



Am Grab des unbekannten Soldaten.
Wie jeden Tag huldigen Veteranen dem Unbekannten Soldaten, der im Ersten Weltkrieg auf dem Feld der Ehre fiel. Nichts deutet darauf hin, dass gerade ein anderer Krieg tobt.

Ich hatte einen Hinweis auf den gegenwärtigen Krieg erwartet, doch an diesem Spätnachmittag, eine Woche nach Beginn der Kampfhandlungen, ist alles genau so wie sonst, bis auf einen Kranz, der an den 26. März 1962 erinnert. An diesem Tag, eine Woche nach Unterzeichnung der Waffenruhe zwischen Algerien und Frankreich, schossen französischen Truppen in der rue d'Isly in Alger auf französische Demonstranten.

Die Touristen, die in Scharen zum Triumphbogen strömen, werfen einen raschen Blick auf die Flamme der Erinnerung. Danach fotografieren sie sich gegenseitig, meistens vor der "schönsten Prachtstraße der Welt". Ein junges französisch-österreichisches Paar zeigt sich angesichts der Anwesenheit der Veteranen verwirrt. Sie fragen mich, ob denn "gerade eine besondere Veranstaltung liefe?". Ich verneine die Frage und erkläre ihnen, dass es sich um die tägliche Zeremonie handelt, bei der dem Unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg gehuldigt wird.

Unbekannte Soldaten gibt es überall auf der Welt. Einmal abgesehen von der Verklärung der Veteranen und der Vaterlandsliebe finde ich die Tatsache interessant, dass das Grab keinem bestimmten und damit allen Soldaten gilt. Es steht für alle Soldaten, die im Krieg fallen, denn der Krieg ist das einzige Land ohne Grenzen.